Orientierung in einer schwierigen Welt für Jugendliche und Familien

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfordert Sorgfalt und Zurückhaltung. Wir versuchen, Probleme nicht zu vertiefen, sondern auf der Symbolebene zu überwinden. Unser Ziel ist es, den Kindern einen besseren Zugang zu ihren Möglichkeiten zu eröffnen.

Kinder zeigen Trauer oft nicht mit Worten, sondern mit Bauchschmerzen. Dafür gibt es viele Gründe, u.a. Stress. Da wir die Welt nicht ändern können, müssen wir (rechtzeitig) lernen, unsere Grenzen zu sehen, zu respektieren und zu schützen, mit Übungen oder Bildern.
Zwänge sind oft ein Zeichen für Selbst-Überforderung und den Versuch, eine zunehmend als chaotisch erlebte Welt zu kontrollieren. Dieses gesunde Bedürfnis nach Selbstbestimmung wird gewürdigt und umgewandelt in Methoden, die dem eigenen Leben dienen.
Der Leistungsdruck ist heute immens, nicht zuletzt wegen der sozialen Medien wie Facebook etc., bei denen jeder nur noch seine Superlative einstellt. Bildlich gesprochen vergleichen sich die Kinder nicht mehr mit der Nachbarstochter, sondern gleichzeitig mit Heidi Klum, Arnold Schwarzenegger und dem neuesten Top-Sänger. Diesem Ideal kann niemand entsprechen. Dazu kommen Lebensläufe, die bereits ab der Grundschule optimiert werden durch die richtigen Sprachen, Instrumente etc. Hier stehen die Eltern unter einem hohen Druck, alles richtig zu machen und überfordern damit sich und ihre Kinder. Das kann man  entlasten und auf die individuellen Stärken des Kindes oder Jugendlichen ausrichten.

Beide Begriffe werden oft als Entschuldigung genutzt für schlechtes Benehmen; dadurch haben sie an Ansehen verloren. Tatsächlich sind ca. 15 % der Menschen hochbegabt und / oder hochsensibel. Diese Menschen sind in einer normalen Gruppe oft ebenso einsam wie ein minderbegabtes Kind; jede/r muss lernen, mit dieser Anlage umzugehen.

Hochbegabte Menschen denken assoziativ, langweilen sich bei Routineaufgaben und haben oft Probleme in Gruppen, weil sie als Spielverderber gelten. Das liegt daran, dass sie schneller als andere erkennen, wie sich die Dynamik entwickelt und damit Standpunkte formulieren, die andere noch nicht sehen können. Hochbegabte können lernen, mit dieser Begabung so umzugehen, dass sie weder sich selber noch andere verletzten.

Hochsensible Menschen haben ständig alle Antennen maximal auf Empfang; sie werden oft überrollt von Eindrücken und Geräuschen. Das kann konkret bedeuten, dass sie sich bei Aufgaben in Details verlieren und dann unkonzentriert oder ungeschickt wirken.  Sie leiden unter Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten; selbst ein Trickfilm kann schon zu spannend sein. Hochsensible müssen lernen, sich abzuschotten und Überforderungen zu vermeiden.